ARIADNE

 
Claudio Monteverdi „Lamento d‘Arianna“
Bohuslav Martinu „Ariane“
 
Musikalische Leitung: Matthias Mensching
Regie: Friederike Blum
Bühne: Mohani Kindermann
Kostüm: Annika Lohmann
Video: Jakob Dohrmann
Dramaturgie: Jana Beckmann
 
Vorstellungen im Forum der HfMT Hamburg, November 2013
 
 
„Ich biete euch die allergrößte Gefahr, eine Gefahr, die kein Gesicht hat.“ Weite Reisen, schwere Prüfungen und große Abenteuer durchziehen die  Heldenbiographien der Mythologie. Der Minotaurus – ein Wesen zwischen Mensch und Tier, das Opfer fordert, wird von Theseus getötet. Heroisch aber das Glück verfehlt, zieht er ohne Ariadne seinem vermeintlichen Schicksal entgegen. Wenn ich sterb´ dann glücklich! lautet hingegen ihr Appell. Sie begehrt das Leben und erwartet nichts. Zurückgelassen auf der einsamen Insel erweist sich Ariadne als Heldin in eigenem Auftrag…

In welcher Gestalt begegnen mir Angst und Einsamkeit? Was ist mir Ahnung oder Verfehlung des Glücks? Wie kann ich leben, unabhängig von Erwartung und Hoffnung, die mich trägt? Zur Musik von Claudio Monteverdi und Bohuslav Martinů begeben sich zwei Ariadnen auf den Weg.

 
 
 
Pressestimmen
 
„Originalität mit Innovation paaren die Musiktheaterauf-führungen im Jungen Forum Musik + Theater in Hamburg. (…)
Fünf Stimmen rufen „Lass mich sterben“, formen Kampfgesten, vereinigen sich in gemeinsamem Leid zu einem Knäuel auf dem Bühnenboden. Immer wieder folgen Phasen der Stille und des Neuversuchs, die frühe Opernmusik, zu der sich dann eine einsame Laute mischt, im Raum zu versinnlichen. (…)
In Martinůs Version aus dem Jahre 1958 erscheint die verlassene Ariadne klaglos emanzipiert. (…) Spiegelbildlich verdeutlicht die junge Regisseurin mit den Mitteln der Körpersprache die Handlungsträger Theseus und Minotaurus als zwei Seiten einer Gestalt-Idee.“
Peter P. Pachl, Neue Musikzeitung
„Friederike Blum inszeniert auf weißem Tanzteppich ein durch die Zeiten laufendes Ensemble (…) dazu gelingt der Regisseurin im Martinů-Teil des Abends mit sparsamen Mitteln eine ungewöhnliche Mythen-Vision, die ein sängerisch hochkarätiges Solisten-Ensemble träumt (…)“
Hans-Peter Kurr, Godot – Das Hamburger Theatermagazin